Vor Ort trafen wir auf 24 Schülerinnen und Schüler der 6. Klasse des Collège Harteloire aus Brest. Schnell wurde deutlich: Hier begegneten sich unterschiedliche Welten – nicht nur sprachlich, sondern auch in Bezug auf Alter, Essgewohnheiten und Erziehungskultur. Diese Unterschiede stellten uns vor Herausforderungen, aber gerade dadurch konnten wir viele neue Erfahrungen sammeln und viel voneinander lernen.
Im Laufe der Woche erlebten wir zahlreiche gelungene Begegnungen. Unterstützt wurden wir dabei von dem engagierten und humorvollen Animationsteam Ludo und Aita, die mit vielfältigen Sprach- und Kennenlernspielen immer wieder Brücken zwischen den Gruppen bauten. Ob am Strand, auf der Wiese oder im Haus – gemeinsam wurde gespielt, gelacht und der Ort erkundet.
Ein besonderes Highlight war es in Neoprenanzügen in den Atlantik zu springen und darin bei frischen 11 Grad zu schwimmen. Aber auch unsere Aktivitäten im Katamaran- und Kajakfahren waren abenteuerlich, bei denen viele über sich hinauswuchsen, die das zum ersten Mal ausprobierten. Wasserängste musste schnell einer guten Zusammenarbeit miteinander weichen.
Auch kulinarisch hielt die Woche Überraschungen bereit. Am letzten Abend verwöhnte uns das Küchenteam mit einem reichhaltigen Buffet und Meeresfrüchten – eine Erfahrung, bei der auch die Lehrkräfte ihren Mut bewiesen und Neues ausprobierten.
Ein weiterer Höhepunkt war das Theaterstück unserer französischen Gastgeber, das sie über die Woche extra für uns eingeübt und auf Deutsch aufgeführt hatten – ein beeindruckendes Zeichen von Engagement und Wertschätzung, das für viele Lacher und große Begeisterung sorgte.
Am Freitag unternahmen wir am Vormittag noch einen letzten gemeinsamen Ausflug zur Ile Tristan. Die kleine Insel liegt direkt vor der Küste von Douarnenez und ist bei Ebbe zu Fuß erreichbar. Sie bietet eine beeindruckende Naturkulisse mit alten Gärten, historischen Gebäuden und einem besonderen Blick auf das Meer – ein passender Ort, um die Woche gemeinsam ausklingen zu lassen.
Müde von den vielen Eindrücken, erschöpft – und einige leider auch gesundheitlich ziemlich angeschlagen – traten wir schließlich die anstrengende Rückreise nach Werl an. Eine Überraschung hatte unser Busfahrer Konstantin aber noch für uns: eine spontane Sightseeing-Tour durch Paris!
Was bleibt, sind wertvolle Erfahrungen: das Erleben von Andersartigkeit, das Überwinden eigener Grenzen, Hilfsbereitschaft untereinander, als es krankheitsmäßig Drunter und Drüber ging, das Aufeinander zugehen trotz sprachlicher Barrieren sowie viele lustige und intensive Momente – mit alten Freunden und vielleicht auch mit neuen.
















Von Christina Mierau